Der Übertritt in die 5. Klasse bedeutet, dass sich die Kinder an eine neue Schule und damit an eine andere Lernumgebung gewöhnen müssen. Dieser Schulwechsel ist nicht mehr allzu weit entfernt und bald gilt es, sich für die passende weiterführende Schule zu entscheiden und anzumelden. Damit sich die Grundschüler ein gutes Bild von der staatlichen Realschule Simbach machen konnten, bot ihnen die Schulfamilie verschiedene Möglichkeiten und damit Entscheidungshilfen an. Bei einer vielbesuchten Informationsveranstaltung erfuhren die Eltern der künftigen Fünftklässler alles Wichtige über die Schulform, die Aufnahmevoraussetzungen, die digitale Ausstattung oder die Ganztagesangebote. Am Tag der offenen Tür präsentierten sämtliche Fachschaften ihre Ergebnisse aus dem Unterricht und die Kinder konnten an vielen Stationen aktiv teilnehmen. Schließlich durften sie intensiver am Schulleben teilnehmen, denn sie hatten sich für den Schnuppertag angemeldet. Und natürlich warteten die 74 Grundschulkinder etwas nervös mit ihren Eltern im Grainersaal der staatlichen Realschule Simbach am Inn und waren äußert gespannt, was sie an diesem Tag erleben würden.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Realschuldirektor Alexander Leibelt erklärte Konrektor Harald Schuster den Anwesenden den Ablauf des Schnuppertages, woraufhin Studienrat Florian Kumor die jungen Besucherinnen und Besucher aus den umliegenden Grundschulen in vier Gruppen einteilte. Diese stellten im weiteren Verlauf der Veranstaltung die vier Häuser der „Harry-Potter-Welt“ dar: Slytherin, Gryffindor, Ravenclaw, Hufflepuff. Die Schülerinnen und Schülern der Klasse 9 a führten die erwartungsvollen Kinder zu den jeweiligen Räumen, in denen erfuhren sie, was sie als „junge Zauberer“ während der Ausbildung an der „Zauberschule“ im kommenden Schuljahr erwarten würde. Jedes Haus musste drei von vier Fächern durchlaufen. Angeboten wurden Mathematik, Deutsch, Biologie und Geschichte.
Das „Haus Slytherin“ besuchte zuerst Englisch- und Geschichtslehrer Florian Kumor. Auf dem Programm stand aber nicht die Zubereitung von Zaubertränken, wie es bei Professor Snape im Buch oder Film der Fall war. Stattdessen gab es kurze Einblicke in den Geschichtsstoff der 6. und 7. Klassen. Die Schülerinnen und Schüler konnten sogar bei einem lustigen Quiz ihr bereits vorhandenes Wissen unter Beweis stellen.
Im Raum D101 lauschten die Grundschüler aus dem „Haus Rawenclaw“ gespannt der Deutschlehrerin Lisa-Marie Anetzeder. Denn diese las ihnen die Geschichte von „Ali Baba und den 40 Räubern“ vor. Danach ordneten die Kinder Bilder der Geschichte den geeigneten Textstellen zu. Zum krönenden Abschluss suchten sie noch Wörter passend zum Märchen aus einem Buchstabensalat.
Bei Mathematiklehrerin Anna Rogos lernte das „Haus Gryffindor“ spielerisch - nach dem Vorbild der Zeichentrickserie „Yakari“ - die dualen Zahlen kennen. Die Schülerinnen und Schüler mussten zwölf Indianer auf mehrere Kajaks verteilen, wobei die Sitzplätze der Boote den dualen Zahlen glichen. Mit Hilfe einer Tabelle wurde herausgefunden, dass ein Schiff mit vier und ein weiteres mit acht Plätzen benötigt wird, um alle unterzubringen.
Das „Haus Hufflepuff“ begann bei Studienrätin Cornelia Nachtigall. Zunächst wurde geklärt, dass es im Biologieunterricht unter anderem um alle Lebewesen geht. Anschließend wurde das Skelett des Menschen betrachtet. Die Schülerinnen und Schüler durften, in zwei Gruppen eingeteilt, die beiden schuleigenen Skelette beschriften. Danach erfuhren sie, wie man aus einem stabilen Knochen einen „Gummiknochen“ macht.
Während des Schnupperunterrichts in den einzelnen Fächern gab es auch für die Eltern ein umfangreiches Angebot. Sie erhielten alle notwendigen Informationen zum Anmeldeverfahren und Beratungsrektor Paul Wehrl beantwortete sämtliche Fragen. Bei den Schulhausführungen in Begleitung von den Lehrkräften Bernhard Grundwürmer, Astrid Rosenberger, Harald Schuster sowie jeweils zwei Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 a konnten sie weitere Einblicke in den Realschulbetrieb gewinnen. Die Lehrkräfte präsentierten den Eltern das KOMPASS-Projekt. Dieses nimmt die individuellen Stärken und Fähigkeiten von Schülerinnen und Schüler in den Blick, um ihnen trotz Unterschiedlichkeit und Vielfalt bestmögliche Teilhabe an Bildungschancen zu bieten. Natürlich war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Bei Kaffee und Kuchen, von der Klasse 9 a angeboten, konnte man sich stärken und interessante Gespräche führen.
Anschließend trafen sich alle Beteiligten wieder im Grainersaal und Schulleiter Alexander Leibelt blickte in viele glückliche Gesichter. Nach der Verabschiedung begaben sich die Grundschüler sowie deren Eltern zufrieden und mit vielen positiven Eindrücken auf den Heimweg. Sie hatten sich vor ihrer Entscheidung über die weiterführende Schule selbst ein Bild von der Realschulde und den vielfältigen Möglichkeiten machen können. Die Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt ist nun noch größer und die gesamte Schulfamilie freut sich auf die künftigen Realschüler.
