Donnerstag, 20 Februar 2020

Klimawandel fordert christliches Engagement

Projektarbeit im Evangelischen Religionsunterricht der 9. und 10. Klassen

Zu Beginn des Schuljahres beschlossen die Schülerinnen und Schüler des evangelischen Religionsunterrichts der 9. und 10. Klassen gemeinsam mit ihrer Religionslehrerin Annemarie Hölzl wie im vergangenen Jahr eine Projektarbeit durchzuführen. Der Tierschutz lag den Jugendlichen dieses Mal dabei besonders am Herzen. Wieso ihre Lehrerin Annemarie Hölzl dann ausgerechnet den Titel „Klimawandel fordert christliches Engagement“ wählte, erstaunte die Schüler. Was hat Tierschutz mit der aktuellen Diskussion über den Klimawandel zu tun?

 

Dieser Frage gingen sie dann in intensiver Nachmittagsarbeit nach, bei der der enge Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Tierwohl sehr schnell deutlich wurde. Dabei setzten sie sich mit der aktuellen Herausforderung des Klimawandels auseinander und wurden sich gleichzeitig ihrer christlichen Mitverantwortung im Umgang mit der Schöpfung bewusst. Viele Diskussionen und persönliche „Aha-Erlebnisse“ prägten diese Projektarbeit. Dabei wurde die Spannung zwischen Ideal und Wirklichkeit immer wieder deutlich. Im Folgenden wurde die Ernährung als persönlicher Beitrag zum Klimaschutz ebenso reflektiert wie ihre Auswirkung auf den Umgang und die Haltung von Tieren. Eine willkommene Überraschung bot der Gang in die Küche der Realschule, wo zahlreiche Lebensmittel zur kritischen Überprüfung durch die Jugendlichen bereitstanden. Im Anschluss daran durften die Schüler es sich natürlich schmecken lassen: die leckeren Äpfel, die Semmeln mit Butter und Honig, leckerer Kakao, Bio-Milch und Tee, alles regional, ökologisch oder mit Fairtrade-Siegel zertifiziert.
Im Anschluss an die Stärkung stand die Frage im Mittelpunkt, was jeder ganz persönlich zum Klimaschutz beitragen kann. Hinweise darauf liefert der persönliche ökologische Fußabdruck, den jeder Schüler mit Hilfe der schuleigenen Tabletts herausfinden konnte. Die ein oder andere Anregung, wie man selbst einen kleinen Beitrag leisten kann, ergab sich daraus ganz nebenbei.

Bei diesem Thema war es den Jugendlichen besonders wichtig, auch selbst vor Ort aktiv werden zu können. Zu diesem Zweck ist geplant, Ende März bei der Gestaltung eines Auwalds in der Nähe von Kirchdorf zu helfen. Gemeinsam mit dem Bund Naturschutz, Kreisgruppe Rottal-Inn, unter der Leitung von Marianne Watzenberger soll somit auch ein aktiver Beitrag zum Klima- und Tierschutz umgesetzt werden.

Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Erziehungsberechtigten aller beteiligter Schülerinnen und Schüler, die eine solche Projektarbeit auch außerhalb der gewöhnlichen Schulzeiten möglich machen.