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Die praktische Seite der Berufsorientierung – Simbacher Realschüler besuchen Handwerkskammer in Pfarrkirchen zur Grundorientierungswoche

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Im Rahmen der Berufsorientierung absolvieren die Schüler der 8. Klasse des mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweiges jedes Jahr ein dreiteiliges Programm bei der Handwerkskammer Pfarrkirchen. Bereits zu Beginn des Schuljahres hatte die diesjährige 8 a in den Werkhallen der IHK an zwei Tagen die Möglichkeit, die Welt der handwerklichen Berufe kennenzulernen und mit Werkzeugen, Maschinen und verschiedenen Materialien zu arbeiten. Auf diese Potenzialanalyse, in der die Stärken und Schwächen der Schüler ermittelt wurden, folgte nun die erste Werkstattwoche. In dieser Grundorientierungswoche ging es darum, viele praktische Einblicke in unterschiedliche Berufe wie Schneider, Friseur, Elektriker, Metallbauer, Schreiner oder Maurer zu erhalten.

Gleich zu Beginn der Grundlagenwoche wurden die Achtklässler in zwei Gruppen eingeteilt, die jeden Tag einen anderen Bereich mit dessen speziellen Tätigkeiten und Fertigkeiten handlungsorientiert durchliefen. Zunächst standen das Nähen und Frisieren auf dem Programm. Erfahrene und geschulte Handwerksmeister zeigten ihnen grundlegende Arbeitstechniken aus diesen Bereichen, die dann die Jugendlichen selbstständig ausführten. Sowohl die Mädchen als auch die Jungen mussten ihre Fähigkeiten z. B. beim Nähen einer Handyhülle unter Beweis stellen. Bei manchen war die Begeisterung groß, doch andere merkten sofort, dass dieses Handwerk nicht der richtige Beruf für sie wäre.

An den beiden Folgetagen lernten die Schüler das Arbeitsfeld eines Maurers kennen und hantierten mit Metall. Dabei war körperliche Fitness von Vorteil, denn sie mussten schwere Steine aufeinander wuchten, um ein Mauerwerk zu erstellen. Zum Erstaunen aller Jungen erwiesen sich die Mädchen als äußerst geschickt. Als Beispiel für das Arbeiten mit Metallen stellten sie einen glattgefeilten Würfel aus Eisen her. Neben dem Feilen durften sie hier auch die Würfelaugen bohren sowie ein Schraubengewinde erstellen.

Daraufhin konnten sich die motivierten Praktikanten als Schreiner und Elektriker versuchen. Während eine Gruppe einen Holzsockel erstellte, bastelte die andere an einem Schaltkreis. Diese Tätigkeiten machten allen am meisten Spaß. „Wir durften alles selbst ausprobieren oder austüfteln und nicht nur zusehen“, stellten die Achtklässler stolz fest. „Und es war auch nicht schlimm, dass wir jeden Tag circa sechs Stunden arbeiten mussten“. Am Ende der Praktikumstage waren sich alle Jugendlichen einig, dass sie viel gelernt und über sich selbst erfahren haben. Auch Konrektor Harald Schuster sieht die Grundorientierungswoche als wichtige Entscheidungshilfe bei der Berufsfindung: „Die Schüler erkannten, wo ihre persönlichen Neigungen und Fähigkeiten liegen und können ihre individuelle Eignung nun besser einschätzen.“

Die Achtklässler freuen sich schon auf die zweite Werkstattwoche, die sogenannte Spezialisierungswoche, welche in einem Sommermonat stattfinden wird. Dabei werden zwei Berufsfelder genauer durchlaufen und intensivere Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt. Der Schwerpunkt wird in den Bereichen Elektro, Metall und Holz liegen, denn dafür haben sich die meisten Schüler aufgrund ihrer Erkenntnisse aus der Grundlagenwoche entschieden. 

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